Studie „Business Intelligence im Mittelstand” zum Einsatz von IT-Instrumenten zur Unternehmenssteuerung / Nicht-finanzielle und wertorientierte Kennzahlen im Kommen
Freising/München, 12.03.2009- „Licht und Schatten“ weist eine aktuelle Studie zum Einsatz IT-basierter Instrumente zur Unternehmensteuerung aus. Während die Abkehr von rein finanziellen Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung bestätigt wird, bleiben der Planungsaufwand nach wie vor zu hoch und die Unzufriedenheit mit der Datenbereitstellung groß.
In einer empirischen Studie im Auftrag des Controllingsoftwarespezialisten PST in Zusammenarbeit mit dem „Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V.“ waren das Reporting im Unternehmen, das Planungsverhalten, die eingesetzten operativen Systeme sowie die Zufriedenheit mit der Datenbereitstellung untersucht worden. Abgefragt wurden Unternehmen mit 50 bis 999 Mitarbeitern und max. 100. Mio. EUR Jahresumsatz.
„Mehr als ein Drittel der Unternehmen steuert inzwischen mit einen wachsenden Anteil ‚nicht finanzieller‘ sowie wertorientierter Kennzahlen. Diese positive Abkehr von allein finanziellen Größen zur Unternehmenssteuerung sehen wir bestätigt“, meint Matthias Fellersmann, der PST-Geschäftsführer. „Auf der Schattenseite verharrt nach wie vor die Planung: Zu viele Unternehmen verbrauchen noch zu viel Zeit für Planungsroutinen und Tabellenkalkulationen dominieren ganz klar weiter die Szenerie.“
Die Planung erwies sich in der Studie, die von Andreas Raaz, Diplomand an der Hochschule Landshut, University of Applied Sciences, erarbeitet worden war, als Bereich mit deutlichem Nachholbedarf. So verbrauchen 13% der Befragten mehr als die Hälfte ihrer Zeit für Planung. Bei der Frage nach den „verwendeten Instrumenten zur Planung“ gaben 87% „Tabellenkalkulation“ an. 23% arbeiten hier mit „Eigenentwicklungen“, 26% setzen dafür Planungssoftware bzw. 20% ihr ERP-System ein. Außerdem wurde ermittelt, dass etwa ein Viertel (26%) keine Produktionsplanung betreibt.
Bei der Beurteilung der eingesetzten operativen Systeme zeigten sich ebenfalls „Licht und Schatten“. Während etwa die „Sicherheit“ und „Detailgenauigkeit“ die Anforderungen erfüllten, lagen die Werte für die „Erstellung von Ad-hoc-Berichten“ und die „Abfragegeschwindigkeit“ deutlich darunter. Unzufriedenheit herrscht auch bei so genannten Datenkriterien wie „zeitnahe Bereitstellung“, „Datenkonsistenz“, „Datenintegrität“ sowie „Weiterverarbeitung“ (Datenexport). „Hier sehen wir erhebliche Potenziale zur Effizienzsteigerung“, erklärt Fellersmann. „Erst bei 8% der Umfrageteilnehmer werden Daten vollständig automatisiert bereitgestellt.“
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